Ja, gleich geht's los

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Gleich geht's los!

Ein sehr herzliches Willkommen!

Da sieht man mal wieder, man soll doch wirklich niemals "nie" sagen, denn eigentlich wollte ich ja "nie" mal etwas über mich selbst veröffentlichen.

Aber was heißt schon "nie", wenn Herz und Galle überlaufen und man unbedingt etwas loswerden will!

 

Ich überlegte und dann dachte ich, meine Erfahrungen könnten auch anderen Kranken von Nutzen sein.

Deshalb habe ich mich entschlossen, eine Art von Tagebuch zu führen und über meinen Alltag mit Sir James Parkinson und über meine Erlebnisse und Empfindungen nach der Tiefenhirnstimulation zu erzählen.

Hinter diesem Namen, Sir James Parkinson, verbirgt sich die Krankheit Morbus Parkinson.
Seitdem dieser unverfrorene Kerl, ohne zu fragen, einfach eingezogen ist, hat sich meine Lebensqualität sehr verändert.

UND - 

Dabei umschlingt mich Mr. Parkinson, als wäre ich seine große Liebe. Und allen Therapien zum Trotz, er wird mich nicht wieder freigeben. Deshalb möchte ich Ihnen/Euch erzählen, wie es mir damit geht. Vielleicht kann ich ja diesem und jenem helfen, mit dieser Diagnose klar zu kommen.

Eigentlich, ja eigentlich wollte ich dieses Tagebuch schon schließen.

Die Operation habe ich hinter mich gebracht, ich hatte hinterher fast zwei schöne Jahre, in denen ich meinen Parki kaum gespürt habe, die im Gegenteil voll waren von parkifreien Zeiten, in denen immer wieder ein Hochgefühl da war, so als wenn man noch so herrlich jung ist, man kann einfach alles, was kostet schon die Welt.

Leider hält dieses Hochgefühl nicht, es ist nicht von Dauer, man kann es nicht einfangen und es behüten, wenn man es versucht, bekommt man ein "Sandstrandgefühl", d. h. es zerrinnt zwischen den Fingern und plötzlich starrt er mich wieder an, mit ganz unverhohlener schadenfroher Miene und es dauert nicht lange, dann ist alles wieder da, was ihn vor der Operation ausmachte, die Steifigkeit, verbunden mit so wahnsinniger Langsamkeit aller Glieder, das schlechte Laufen können mit all den Schmerzen.

Schon in der Nacht und früh am Morgen, wenn man sich für den ersten Toilettengang aus dem Bett drehen muss, weil die Rückenschmerzen so wahnsinnig stark sind, dass es eine Ewigkeit braucht, bis man seinen aufrechten Stand wieder hat und in Richtung Bad losstolpern kann, schon dann weiß man, Sir James Parkinson hatte sich nur vornehm etwas zurück gezogen, er hat gewusst, dass er letztendlich Sieger sein wird.

Und ich merke auch schon wieder, wie sehr Aufmerksamkeit und Konzentration nachlassen, auch das wird immer weniger.

Trotzdem habe ich mich nun entschlossen, diese Homepage nicht sterben zu lassen, denn ich habe die Hoffnung, dass sich doch noch Parkinsonkranke oder ihre Angehörigen finden, die sich hierher verirren.


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