Ankunft in der Rehaklinik

Aufnahme, Internet- und Telefonanschluss

Meine Ankunft in der Rehaklinik

08.06.2010
1. Meine Ankunft in der Rehaklinik

Ich werde am Mittwoch, 23.06 2010, in die Rehaklinik Hetzdorf gebracht werden.

Zuerst hatte ich ja den Verdacht, dass ich "abgeschoben" werden sollte, denn die Visite am Montag begann mit:

Wie geht es Ihnen, Frau Ratayski?

Und meine Antwort begann mit:

Ich bin enttäuscht und sauer .....!

Dann kam das Versprechen, dass meine Antwort weitergegeben wird und am Nachmittag hieß es plötzlich, sie kommen schon am Mittwoch nach Hetzdorf in die Reha.

Natürlich macht man sich da so seine Gedanken!!! Was mich nicht davon abhielt, am Dienstag früh zu fragen, ob dies eine Strafversetzung wäre.

In der Zwischenzeit hatte ich allerdings schon eine Nachricht von zu Hause, dass meine Krankenkasse sehr schnell reagiert hatte, das Schreiben, dass sie mir ab dem 23.06.2010 einen guten Aufenthalt hier wünschen und auch ein anderes aus der Rehaklinik selbst mit einem Herzlichen Willkommen, waren schon ins Haus geflattert, also war es für mich durchaus zu glauben, dass es keine Strafver-setzung war, sondern das meine Krankenkasse vorbildlich schnell reagiert hatte.Die Fahrt am Mittwoch begann ca. 10:30 Uhr und nach einer Stunde Zuckelei mit dem Kranken-transport war ich in Hetzdorf angelangt.

Einer der beiden Krankenfahrer hatte inzwischen in Erfahrung gebracht, auf welcher Station ich erwartet werde und sie fuhren mich per Fahrstuhl in die erste Etage auf die Station 2.

Nachdem ich selbst mit Koffer, Taschen und allen Beutelchen, die sich inzwischen angesammelt hatten, wer öfters ins Krankenhaus muss, weiß genau wovon ich rede, in meinem Zimmer verstaut war, saß ich auf meinem Bett und harrte der Dinge, die da kommen sollten. Es war Mittagszeit, ich hörte es auf dem Gang hin- und her-rennen, an meinem Zimmer lief alles vorbei.

Ich dachte daran, was Nena hier an Erfahrungen gesammelt hatte, wollte aber auch nichts hochkochen lassen und ließ mich deshalb erst mal auf mein Bett fallen, um zu schlafen.Dann war es soweit, eine Schwester kam, um zunächst einmal meine Daten aufzunehmen, mich in die richtige Schublade zu stecken, mir mitzuteilen, dass die Stationsärztin dann sofort noch mit mir sprechen wollte. Und zwischendrin immer wieder diese Anrede:

"Das ist da und dort, meine Liebe und dass ist so und so, meine Liebe!"

Ich hasse solche Anreden!!!!! Das allein war oft schon ein Grund für mich, einmal auszuflippen und wenigstens darauf hinzuweisen, dass ich einen Namen habe, der zwar die ersten Male auch etwas schwierig auszusprechen und zu schreiben ist,

denn - bin ich vielleicht die große Liebe einer Krankenschwester, die ich gar nicht kenne und die mich zum ersten Mal sieht?

Also, erster Eindruck durchaus nicht so positiv, dachte nur, das kann ja heiter werden, wenn du jeder Schwester erst beibringen musst, wie du heißt.

Aber es war ganz gut, nicht gleich wieder die Ruhe zu verlieren, für alle anderen bin ich die Person, die in meiner Haut steckt.

Übrigens wurde mir auch noch ein Mittagessen serviert, obwohl es längst über die Zeit hinaus war und, große Überraschung, ein vegetarisches Essen, das sehr wohlschmeckend war und das im Klinikum Dresden seinesgleichen suchen würde.

Meine Sachen auszupacken, hatte ein junger Pfleger übernommen und er war fertig als auch die aufnehmende "meine Liebe- Schwester" mein Zimmer verließ.

Es dauerte nicht lang, dann war die Stationsärztin da. Sie wirkt sehr jung, aber ein Typ, zu dem man Vertrauen haben kann.

Nachdem auch sie mir sämtliche Daten und Lebensstationen aus dem Kreuze und dem Gedächtnis geleiert hatte, gab es einige Festlegungen zu den Arzneimitteln, dann war ich wieder allein.

2.Was hatte ich natürlich als erstes im Kopf?

Genau - Telefon und Internetzugang müssen her!


Ich darf euch verraten, es war eine Quälerei, der Weg nach unten in die Empfangshalle und an die Rezeption!

Ich hatte schon am Tag zuvor bemerkt, sobald ich etwas mehr an Leistung bringen wollte, versagten meine Beine.

Das heißt im Klartext: Jeder Schritt ist eine Riesenanstrengung, mit jedem Schritt werde ich langsamer, jeder Schritt scheint mich mit einer Wahnsinnskraft weiter in die Erde zu ziehen. Das hieß, Kampf bis nach vorn an den Fahrstuhl, immer langsamer werdend bis zur Rezeption!

Hier etwas Erfreuliches - jedes Patientenzimmer hat einen Internetzugang, die Leihgebühr für das Modem beträgt nur 30,00 € und pro Woche 10,00 € zu zahlen, egal wie lange man surft, das ist wesentlich preiswerter als es in Dresden war.

Nichts wie ausleihen, leider kann ich nicht mal so ein leichtes Ding noch in meine Tasche tun, mir ist, als hängen Zentner an mir!

Erster Eindruck, dass sich hier alle bemühen, freundlich und hilfsbereit zu sein: Meine Station wird angerufen und eine Schwester kommt das Modem abholen.

Dann wuseln auf einmal gleich zwei um mich herum und helfen beim Anschließen.

Zum Abendessen in den Speiseraum zu laufen, fiel mir etwas leichter. Inzwischen hatte sich anscheinend mein Medikamentenspiegel im Körper wieder etwas erholt, trotzdem war ich froh, wieder im Zimmer angelangt zu sein, mich mit Mühe und Not waschen zu können, Duschen ging wegen der Verbände noch nicht und dann endlich ins Bett fallen, schlafen, wer weiß, was die Nacht noch bringt.