9.3. Der Morgen und irgendwann mehr

Der Morgen
Morgengrauen, der Tag beginnt und füllt sich mit
Geräuschen.
Vogelstimmen, Zeitungsmann, die Hunde machen
Häufchen.

Aus dem Grau verhangenen Himmel sieht man erste Streifen,
Dort sind die Farben leuchtend Rot, man kanns nur schwer begreifen,
diese Leuchtkraft, dieses Strahlen, das kann nicht irdisch sein,
andere Kräfte und Gewalten mischen sich da ein.

Ich laufe langsam, bleib oft stehen, welch eine Pracht dort oben,
es ist grad so, als wollte mich der Himmel jetzt belohnen.
Da frag ich mich, warum denn das, vielleicht soll ich die Schmerzen,
durch dieses Schauspiel ganz vergessen und mir geht zu
Herzen ein warmer Strom Verständnis, Güte und Mitgefühl mit
allem, was da gerade in mir ist, das könnte mir gefallen.

Ich habe mich so manches Mal gefragt, was soll nun werden?
Wenn das Bett mich gar nicht los ließ, wenn immer mehr Beschwerden
sich bei mir fanden und neue Krankheiten konnten wieder bei mir landen.

Dann hab ich bemerkt, ich bin gar nicht allein, es war immer jemand zum
Helfen vor Ort,  jetzt merke ich erst, was Freundschaften wert sind,
die Falschen sind sowieso lange fort.

Und ich lauf in den Morgen, der Tag wird schön, es ist grad als wollte
der Tag mich belohnen, die Sonne, die Vögel, die Freunde und alle
die Helfer sie wissen genau, wo ich wohne. Drum laufe ich so weit
ich das kann, mit Hilfe komm ich immer wieder in meinem Zuhause an.

Elke  (2017)