15.01.2012

Probleme mit Sir James nach der Tiefenhirnstimulation
Dick und immer Dicker?
Es gibt ein Riesenproblem für mich, was allerdings von meinen Ärzten absolut nicht als ein solches angesehen wird. Jeder sagt: Oh, du siehst jetzt aber gut aus und meint, du bist aber dick geworden! Ich hatte jahrzehntelang ein Gewicht von höchstens 47 kg.

Auch wenn das sehr dürr gewesen ist und wenn ich irgendwelche Fotos hervorkrame und die Arme sind nicht bedeckt, dann sieht es tatsächlich so aus, als käme ich aus dem KZ

Natürlich sieht es da jetzt besser aus! Aber, jedes Ding hat bekanntlich 2 Seiten! Ich habe schon immer ziemlich schlecht Luft bekommen, speziell, wenn meine Tablettendosis nicht richtig eingestellt war, seitdem der Stimulator in meinem Bauch sitzt, ist es noch schlimmer, grad als wenn er übelst gegen das Zwerchfell drückt und nun kommt natürlich dazu, das ich jetzt 60 kg wiege.

Wie ein Fisch auf dem Trockenen
Habe jetzt schon angefangen, die verschiedensten Diäten auszuprobieren, es schlägt keine so richtig an, als wenn ich im Gehirn irgendwie blockiert bin.

Und gar nichts essen, das geht auch nicht wegen der starken Medikamente.

So werde ich also immer runder, die Luft bleibt noch mehr weg und alles und jegliches Tun wird davon begleitet, dass ich mich wie ein Fisch auf dem Trockenen verhalten muss- immer wieder nach Luft schnappen und das finde ich ganz ekelig.

Aber keiner von den Ärzten hat dem irgendwas entgegen zu setzen, wollen sie auch gar nicht, denn: das sieht doch sooooooo gut aus! Ich könnte sie lynchen dafür!

Rückenschmerzen, wer hat sie nicht

Riesengroße Probleme hatte ich auch mit meinem Rücken und der damit verbundenen Ausstrahlung von Schmerzen in das linke Bein.

Wegen der Rückenschmerzen war ich zwischendrin bei einem Chiropraktiker. Der hat die Rückenschmerzen auch so ziemlich im Griff gehabt, ich habe eine längere Zeit nicht gemerkt, dass ich überhaupt einen habe.

Hat mich allerdings auch viel Geld gekostet!

Ich habe dann die Behandlung auslaufen lassen, weil ich mir das finanziell gar nicht mehr leisten konnte.

"Götter in weiß" haben auch ihre Grenzen

In der Zwischenzeit sind die Schmerzen wieder da und strahlen auch wieder in das linke Bein aus.

Folge sind Missempfindungen, Bettdecke zu schwer, wenn das Wasser herunterläuft am Körper beim Duschen wird es schmerzhaft, beim Stehen und auch beim Laufen kommt es dann oft soweit, dass ich überhaupt nicht mehr auftreten kann und vor Schmerzen heulen könnte.

Leider sind auch hier die Ärzte machtlos, ich kann das gar nicht so richtig verstehen. Und so bröckeln dann für mich von den "Göttern in Weiß" immer mehr Stückchen ab und wenn ich das nicht schon vorher geahnt/gewusst hätte, wäre meine Enttäuschung lebenslänglich, aber so, naja, sie sind halt auch nur Menschen und haben ihre Grenzen.

Wenn du denkst, dir wird geholfen

Wer sich erinnert, ich hatte mir noch im alten Jahr einen Termin für meine Ärztin in der Uniklinik Dresden geholt.

Die Abteilung Ambulante Parkinsonsprechstunde zog gerade in ein neues Gebäude um, sollte allerdings schon seit dem Sommer passiert sein, so dass aber meine "Stammärztin" nicht zur Verfügung stand. Also habe ich mit einer anderen vorlieb nehmen müssen.
Mein Problem: Bei ganz normaler
Tabletteneinnahme wurde ich schon wieder überbeweglich, zappelte ich schon wieder durch die Gegend! Das wäre ja noch auszuhalten gewesen, aber dazu kam, dass ich immer das Gefühl hatte, das ganze Gesicht verspannt und verzieht sich.

Dazu ein Gefühl im Kopf, dass ich einfach nicht beschreiben kann, das aber dazu auch noch nervte.

Also hatte ich, um mir erst mal zu helfen, die Medikamente weiter runtergefahren und sie erst eingenommen, wenn ich merkte, dass der ganze Körper steif wurde.

Na toll war das gerade nicht, ich blieb zwar von dem Grimassieren verschont, aber in dem Moment war der Medikamentenspiegel auch schon soweit herunter gefahren, dass ich stundenlang sehr steif war, kaum laufen konnte, mich überhaupt sehr sehr schlecht bewegen konnte, denn diese Steifigkeit beherrschte den ganzen Körper.

Der reagierte natürlich auch darauf, die Blase machte noch mehr was sie wollte, trotz Medikation, sie in Schach zu halten. Die Glieder schwollen an als hätte ich enorme Wassereinlagerungen, ich lief Tapp, Tapp, wie eine Holzpuppe durch die Gegend, was mich noch mehr gestört hat, die Finger und Hände schwollen an, als wenn das Blut sich staute und dann am PC sitzen und schreiben müssen, das war eine Qual, denn alles ging nur sehr sehr langsam, die schweren Hände blieben auch oft an den Tasten hängen, so dass es Fehler über Fehler gab, die dann auch noch korrigiert werden mussten, manches Mal war ein Beitrag auch gleich mal ganz verschwunden und dass hieß von vorn beginnen, obwohl ich schon fix und alle war.

Leider immer noch Gegenwart

Nun, ich rede hier von allem in der Vergangenheit, leider ist dieser Zustand nach wie vor so, nur in doch abgeschwächter Form. In Dresden ist mein Stimulator auf beiden Seiten um 0,2 höher eingestellt worden und die Medikamente etwas umgestellt. Hat mir leider nicht viel gebracht, ich versuche jetzt, die Medikamente selber einzustellen, so dass ich halbwegs über die Runden komme.


Schlafattacken

Zu allem anderen kommt es jetzt auch noch zu regel-rechten Schlafattacken.

Wo ich gehe, stehe, sitze, schlafe ich eben gleich mal ein. Finde meinen Kopf immer mal wieder hier auf der PC-Tastatur, gestern Abend zum Beispiel hatte ich mich schon hingelegt, weil die Müdigkeit überhand genommen hatte.

Als es dann soweit war, die Medikamente einzunehmen, war ich selbst in diesem kurzen Augenblick eingeschlafen und natürlich war mir mein Glas mit Wasser aus der Hand gerutscht, weil ich es nach dem Tabletten schlucken nicht sofort weggestellt hatte und gleich wieder eingeschlafen war.

So schummel ich mich nun durch die Tage und versuche, klarzukommen. Geht auch, mal mehr und mal weniger. Wer jetzt aber glaubt, ich würde die OP bereuen, der irrt sich gewaltig.

Ich glaube ganz fest daran, dass sich auch jetzt alles wieder zum Guten wendet und was ich dazu beitragen kann, das tue ich auch, es liegt mir überhaupt nicht, die Hände in den Schoß zu legen und den lieben Gott einen guten Mann sein zu lassen.