Schmerzen und Chiropraktiker

24.08.2011

Sicher wissen sehr viele von euch, wie es ist, mit einem Dauerschmerz zu leben, schließlich sind Schmerzen für die Dauer der Parkinsonkrankheit vorprogrammiert! Die Muskeln sind ständig verkrampft und es kommt dadurch sehr häufig zu Fehlhaltungen, so dass ganz schnell mal notwendig wird, das Becken, die Lendenwirbelsäule, die Brustwirbelsäule bzw. die Halswirbelsäule wieder "einzurenken."

Natürlich macht das nicht jeder Arzt! Man muss sich da schon einmal bemühen, einen guten Chiropraktiker zu finden.

Einfach ist es für einen zwar auch vorurteillosen Kranken nicht, hier zwischen redlichem Handeln und Erfolg bzw. Nichterfolg zu unterscheiden, denn die meisten Chiropraktiker sind nicht nebenberuflich Ärzte, sondern Heilpraktiker.

Und wer schon einmal mit einem Heilpraktiker zu tun hatte, weiß, dass es nicht nur der Schulmedizin vorbehalten ist, hier sehr skeptisch zu sein. Es gibt da immer so einiges, was man als Scharlatanerie verdammen könnte, allerdings gibt es andererseits auch da Erfolge, wo die Schulmedizin versagt hat.

Der langen "Vorrede" kurzer Sinn, ich habe die Schmerzen, die Aussage der Ärzte in der Uniklinik Dresden von einem Bandscheibenvorfall, der diese unheimlichen Schmerzen verursachen sollte, die Tabletten, die als einzige in diesem Fall wirken könnten und mich dabei aufschwemmen ließen, aber die Schmerzen nicht wegnahmen, ich hatte das alles so sehr satt, ich musste mich dringend um etwas anderes bemühen, denn so drohte ich in eine Depression abzugleiten.

Die Schmerzen setzten mir so sehr zu, dass ich weder ein noch aus wusste. Auch die Ärzte versuchten natürlich, Abhilfe zu schaffen, leider erstreckte sich deren Bemühen darauf, die Dosis meiner Schmerztabletten zu erhöhen.

So war ich dann in der Zwischenzeit bei einer täglichen Dosis von Schmerztabletten angelangt, die durchaus nicht mehr akzeptabel für mich war und das waren ca. 10 bis 15 von verschiedenen Schmerztabletten und das, obwohl die Schmerzen dadurch immer noch nicht vergessen waren, sie waren so nur halbwegs erträglich.Aber von diesem Chiropraktiker hatte ich schon desöfteren gelesen, er schien mir der richtige zu sein, jedenfalls den Versuch wert, an meinem jetzigen Gesundheitszustand etwas zum positiven zu ändern.

Es waren ja nicht nur die Schmerzen, die mich langsam mürbe machten, da waren die vielen Tabletten, die jetzt noch zusätzlich zu nehmen waren, weil der Magen inzwischen auch einen ernsthaften Ratscher weg hat.

Und da waren die Parkinsonmedikamente, die in der vorgegebenen Dosis keine Wirkung mehr zeigten, die Schmerzen verursachten auch hier eine höhere Dosis.

Also wesentlich mehr Tabletten und trotzdem nicht weniger Schmerzen, dazu einen verschlechterten Parkizustand, es war an der Zeit, sich etwas einfallen zu lassen.

Naja, die Ärzte kamen hier nicht weiter, also musste eine andere Alternative her. Und diese hieß Chiropraktiker, auch wenn es ein etwas ungewohnter Weg für mich war und ich meine Skepsis nicht ganz wegstecken konnte.

In Gedanken einmal so weit, war ich auch schon am Telefon und als ich wieder klarer denken konnte, hatte ich schon einen Termin, zwei Tage später! Na, habe ich gedacht, da kann ja nicht allzuviel los sein bei ihm, wenn man so schnell einen Termin bekommt!

Der Betrag, der in bar mitzubringen war, war auch nicht ganz ohne, ich hatte mich hier ganz schön zu überwinden, um nicht wieder gleich aufzugeben. Trotzdem, ich musste etwas unternehmen, so wie der Zustand jetzt war, konnte er nicht bleiben, er zog mich zu weit runter!

Also bin ich zwei Tage später mit klopfendem Herzen und etwas verunsichert in die Sprechstunde des Chiropraktikers gegangen.

Was ich sah, ließ ein klein wenig Vertrauen in mir wachsen. Mal abgesehen von der ziemlich imposanten Erscheinung, erfolgte eine gründliche Aufnahme meiner Beschwerden. Nach der Untersuchung kam ein "das kriegen wir hin", die Schmerzen kommen nicht von dem Bandscheibenvorfall, sondern von einer Beckenboden-fehlstellung.

Nachdem er mit ersten Handhabungen versucht hatte, hier "einrenkend" zu wirken, staunte ich nicht schlecht, die Schmerzen waren so gut wie weg.

Ich traute dem nicht recht und ich wollte noch keine Freude aufkommen lassen, mich einfach nicht zu früh freuen und dann vielleicht enttäuscht sein!