Und es geht weiter im Text!

Egal wie es kommt, das Leben geht weiter!

  6. Und es geht weiter im Text!

23.11.2016

Hallo!
Ich glaube, es wird nun langsam Zeit, mal weiter zu schreiben. Die Homepage habe ich ja nun erfolgreich verlagert und habe auch schon erste Reaktionen auf meine "Abenteuer" mit Sir James Parkinson. Unter anderem kam der Kommentar, diese Homepage wäre "starker Tobak". Nun ja, nach reiflicher Überlegung bin ich zu dem Resultat gekommen, dass meine Beschreibungen, speziell den jungen Parkinsonerkrankten, doch etwas Angst einflößen könnten und habe einen entsprechenden Hinweis mit eingebracht.


Es gibt jetzt auch immer mehr Stimmen, die dafür sprechen, sich von den älteren oder "alten" Parkis abzugrenzen. Sind sie im Recht, wenn die Jungerkrankten so etwas fordern? Haben sie Recht, wenn sie Forderungen stellen und angeben, dass sie ja gänzlich andere Probleme haben als die Alten? Sie selbst wollen ja nicht ausgegrenzt werden, was treibt sie, das mit uns Alten zu tun? Die Krankheit ist doch dieselbe! Bis zu einem gewissen Grad kann ich da mitgehen und Verständnis aufbringen.Gerade wer jünger ist als 50 Jahre und Familie hat, eventuell auch noch kleine Kinder, wenn er bis jetzt derjenige war, der die Familie ernährt hat, wird sich schwer an den Gedanken gewöhnen, von einer Krankheit befallen zu sein, die nicht heilbar ist, der sich Sorgen machen muss, wie die ganze Familie über die Runden kommt, wenn er ganz in seinem Körper gefangen ist und er nicht mehr arbeiten kann.

Stimmt schon, das sind im Moment andere Sorgen als die, die ältere oder alte Parkis haben. Sie brauchen sich um eine Familie keine Sorgen mehr zu machen, sie haben die Probleme hinter sich, denn sie haben bis dato schon für ihre Familie gesorgt und sind nun allein zu Hause.
Oft aber auch so allein, dass sich niemand von den Kindern mehr sehen lässt, dass sie mit dieser Krankheit allein bleiben. Auch gut, die jungen Leute haben ein Recht dazu, egoistisch zu sein. ich glaube, wir selbst haben sie auch zu kleinen Egoisten erzogen. Ich finde aber, das ist kein Grund, uns "Alte"auszugrenzen.

Es ist durchaus nicht so, dass wir keine Interessen, keine Ziele, keine Empfindungen und Empfindlichkeiten mehr haben. Es ist durchaus nicht so, dass wir es uns nur den ganzen Tag auf dem Sofa bequem machen wollen und dass wir nur krank und bedauert sein möchten. Was wäre denn, wenn jeder von uns Alten seine Erfahrungsberichte zurückhalten würde, wo kämen denn die Antworten auf eure Fragen her? Nur von euren Ärzten und Neurologen? Sicher ist es auch wichtig, sich unseren Ärzten anzuvertrauen, aber habt ihr immer den Eindruck, dass sie überhaupt richtig zuhören und auf eure Fragen eingehen? Dann gehört ihr zu den Glücklichen, denen trotz gekappter Kassen und anderer Limits im Gesundheitswesen so etwas zuteil wird! Und was den Elan anbetrifft nach Auswegen zu suchen, glaubt ihr denn, wir hätten nicht genauso viel Elan aufgebracht, um mit dieser Diagnose fertig zu werden? Nur das wir eben schon ein wenig älter sind. Ich kann nur sagen, Ihr kommt auch mal in unser Alter! Aber ihr habt den Vorteil, dass Wissenschaft und Forschung in Riesenschritten vorwärts gehen, und ihr, die ihr jung seid, könnt und müsst davon profitieren, für uns gibt es diese Hoffnung nicht mehr!
Und trotz allem, wir haben dieselbe Krankheit, nützt es da etwas, uns in zwei Klassen zu spalten, macht es euch vielleicht stärker, wenn ihr Hoffnung auf Besserung, vielleicht sogar Heilung haben könnt und wir nicht?