Vor der OP

Der OP -Termin rückt näher, Jetzt gilt es, die Nerven zu behalten.

Vor der OP

04.06.2010.   Bevor es los geht

Ich grüße dich, Sir! Hast wohl schon gedacht, weil ich so lange nichts mehr geschrieben habe, dass du mich endlich kleingekriegt hast?
Ich gebe zu, deine momentanen Kraft- und Energiebündel, die du mir zusendest, die sind wirklich nicht von Pappe! Um mich zu schützen, sprich abzulenken, mache ich mir dannn schon mal solche unsinnigen Gedanken wie z. B. warum spricht man vom Parkinson immer in der männlichen Form, soviel List und Tücke und so viele Ränkespiele, kann man das alles wirklich Männern zuordnen? Man sagt doch immer wieder, dass nur Frauen zu solchen Mitteln greifen!Sicher wäre es auch so, wenn, ja wenn es nicht ein Sir James Parkinson gewesen wäre, der diese Krankheit erkannt und public gemacht hatte. Und dieser Mister würde sich vermutlich im Grabe herumdrehen, wenn wir auf einmal in der "Sie-Form" über unsere diesbezüglichen Wehwehchen jammerten, wenn aus dem Parkinson
eine Parkinsonine oder Ähnliches entstehen würde!
Und außerdem brauchen gerade wir Frauen nicht immer mal etwas oder jemand, der an allem, was gerade mal wieder schiefläuft, Schuld hat, kann man aus "ER" nicht viel besser einen "Bösewicht" machen?

Schließlich ist "ER" traditionell der Stärkere und Überlegenere!

Alles Quatsch!!!
Klar, aber als so ein kleines Ablenkungsmanöver ganz gut zu gebrauchen!

2. Hoffnungen wachsen, aber auch die Angst


Tatsache ist, der OP - Termin rückt näher und so sehnsüchtig ich auch darauf warte,dass dieser Tag endlich da ist, weil ich so viele Hoffnungen damit verknüpfe, so sehr ist da auch wieder die Angst am Hochkochen, Angst, die sich bei mir vor jeder OP spürbar machte. Dieses Mal jedoch ist es der Kopf, ist es das Gehirn, ist es der Haupt- und Mittelpunkt meines "ICH".

Was so alles passieren könnte, ich wollte nicht daran und darüber nachdenken, aber da stecken anscheinend doch noch ziemlich viele rudimentäre Wege in meinem Kopf.
Das beginnt bei: bloß nicht jemanden die "Macht" über Körper und Seele geben, niemandem die Möglichkeit lassen, mich manipulieren zu können! Wie gehabt - rudimentär, denn andererseits kann ich gar nichts anderes sagen, als dass dieser Neurochirurg mein Vertrauen hat.

Denn wäre es nicht so, dann wäre so eine Operation auch bei allen ausartenden Schwierigkeiten, die mich jetzt bedrängen und mich oft aus dem Rennen nehmen, keine Alternative, die soviel an Zukunft beinhaltet, wie es jetzt der Fall ist.

Allein schon diese kräftezehrende Zappelei dem ganzen Körper ersparen zu können, nur dieser Punkt allein reicht schon als Begründung zugunsten dieser OP!

Und deshalb Sir, solltest du es noch immer nicht mitbekommen haben, ist hier eine vorsorgliche Ankündigung für dich:

Ich bin auf dem Wege, D I C H kleinzukriegen, D I C H - und nur das werde ich gelten lassen, auch wenn es nicht für die Ewigkeit gemacht ist, ich werde es genießen!