Vorbei mit einem tierlosen Haushalt


 21.05.2010

Wie ich zu meinem"RUDI"kam

Im Zusammenhang mit dem Besuch meiner ehemaligen Arbeitskolleginnen Martina und Brigitte an meinem Geburtstag, fällt mir wieder ein, warum ich von einem tierlosen Haushalt Abschied nahm!

Einige meiner damaligen Arbeitskolleginnen hatten sich angekündigt, eine muntere, immer zu Späßen aufgelegte "Truppe", auf die ich mich schon sehr freute.

Sie kamen zur vereinbarten Zeit, ich hörte sie schon im Treppenhaus und dann ein Kichern und Gickern und Raunen vor meiner Wohnungstür, dass mein inneres Warnsystem sofort mobilisierte und kleine Glöckchen läuten ließ.

Ich öffnete die Tür noch bevor es klingelte und hatte das ganz sichere Gefühl, hier stimmt etwas nicht, diese Blicke untereinander, dieses fast Rausplatzen eines Gelächters im Hintergrund veranlasste mich, ein paar dumme Bemerkungen in Frageform einzubringen, aber ich war sehr weit davon entfernt, die Lösung zu finden, eine nach der anderen ging immer mal hinaus, kam wieder zurück, Blicke tauschen und loslachen!!

2. Plötzlich stand ein Vogelkäfig in meinem Wohnzimmer

und von dort her schnatterte es hintereinander weg, ohne das dieser kleine Vogel, der
darin anscheinend zu Hause war, auch nur einmal Luft holen mußte:

"ich bin der guuuute, guuuute ruudi, lass mich in ruuuuuuuuuuuuh, ich bin der guuuuute, guuute! Hchaallo, chol ddich ab, ich komm doch schon, lass mich in ruuuuuh!

und das ging immer weiter so!


Meine Kolleginnen wollten sich kugeln vor lachen, ich muss ein sehr dummes Gesicht gezogen haben!

Und dann der Kommentar:

Du brauchst was, worum Du Dich kümmern kannst, wir haben Dir den Rudi mitgebracht, der braucht ein neues Zuhause!

Also ehrlich, damals wollte ich niemals ein Tier oder Tierchen in meiner Wohnung haben und hab darum auch versucht, Rudi abzuwimmeln!

3. Ach, ich hatte gar keine Chance

und es war nur noch schwacher Protest, den ich da verkündete mit Worten, na gut, 14 Tage kann er bleiben, in der Zeit kümmert ihr euch um eine andere Bleibe, sonst lass ich ihn fliegen!

Reaktion in Blicken untereinander:

Haben wir doch gewusst und das Kichern und Lachen hörte überhaupt nicht wieder auf, denn auch
Rudi trug seinen Teil dazu bei.

Das Ende: Ich habe "meinen" Rudi noch 4 Jahre gehabt und mir kommen heut noch die Tränen, wenn ich an das Ende unserer "Beziehung" denke,

ich weiß, das sich so einige über meine Tränen lustig machten, aber lächerlich kann ich das immer noch nicht finden, es war ein Abschied, der noch lange weh getan hat.
In der Zwischenzeit habe ich mich sehr an diese munteren, kleinen Gesellen gewöhnt und so wird es niemand verwundern, dass "Rudi II" eine Susi dazu bekam. Als ich ihn kaufte, war er schon etwas "betagter" und tat sich sehr schwer, sprechen zu lernen. Er wurde erst so richtig munter, als er sich dann um die Susi kümmern konnte.

Es war ganz allerliebst anzusehen wie die beiden miteinander umgingen, wie sie schnäbelten, sich gegenseitig die Köpfchen kraulten, eng aneinander geschmiegt ganz leise vor sich "hingnuckerten" und wie zufrieden sie mit sich und ihrer Umgebung waren!